TET Ungarn mit zwei Africa Twins – 2 Tage Offroad, Camping & Lone Rider Gear im Praxistest
Zwei Tage, eine Nacht, zwei fast identische Honda Africa Twin CRF1000L und jede Menge Offroad: Für mich ging es gemeinsam mit Manuel auf den Trans Euro Trail in Ungarn.
Eine kurze Tour – aber genau die Art von Motorradabenteuer, für die wir BOX87 lieben. Waldwege, Schotter, technische Passagen, ein paar Herausforderungen, ein richtig schöner Campingspot und natürlich jede Menge Spaß.
Gleichzeitig war die Tour der perfekte Praxistest für unsere Ausrüstung. Mit dabei waren unter anderem die Lone Rider ADV Bags 45 und 70, Zusatztaschen mit 3 und 6 Litern, der Ranger Mini Tankrucksack, das Lone Rider ADVTent, Cardo PACKTALK PRO und PACKTALK EDGE, Barkbusters und unsere Mitas-Offroadreifen.
Und eines können wir schon vorwegnehmen: Die Ausrüstung bekam definitiv mehr als nur ein bisschen Staub ab.
Dazu kamen Cardo PACKTALK PRO und PACKTALK EDGE, Barkbusters, Mitas-Reifen und jede Menge Motivation für Schotter, Waldwege und technische Passagen.

Zwei Africa Twins – fast gleich und doch unterschiedlich
Auf den ersten Blick könnte man unsere beiden Honda Africa Twin CRF1000L fast verwechseln. Beide sind konsequent für Reisen und Offroad aufgebaut und beide waren für diese Tour entsprechend beladen.
Der große Unterschied lag diesmal beim Gepäck.
Während eine Africa Twin mit den größeren Lone Rider ADV Bags 70 unterwegs war, fuhr die andere mit den kompakteren ADV Bags 45.
Genau diesen direkten Vergleich wollten wir.
Wie viel Gepäck braucht man wirklich für einen kurzen Offroadtrip? Wie unterscheiden sich die beiden Größen im Gelände? Und wie bewährt sich das kleinere System, wenn das Motorrad tatsächlich einmal auf der Seite landet?
Zwei ähnlich aufgebaute Africa Twins – zwei unterschiedliche Lone Rider Gepäck-Setups. Voll beladen und bereit für den TET.
Lone Rider ADV Bags 45 vs. ADV Bags 70
Für längere Reisen schätzen wir das zusätzliche Volumen der ADV Bags 70. Campingausrüstung, Kleidung und Reisegepäck lassen sich damit komfortabel unterbringen und man hat genügend Reserven.
Auf einem kurzen Offroadtrip wie diesem zeigen die ADV Bags 45 allerdings sehr deutlich ihren Vorteil.
Das gesamte Heck bleibt kompakter und schmaler. Gerade in engeren Waldpassagen oder wenn das Motorrad bewegt werden muss, fühlt sich weniger Volumen am Heck angenehm an.
Trotz des geringeren Gesamtvolumens konnten wir alles unterbringen, was wir für zwei Tage und eine Nacht benötigten.
ADV Bags im echten TET-Einsatz. Campingausrüstung und Gepäck für zwei Tage Offroad. Lone Rider ADV Bags 45 – kompakt am Heck der Africa Twin.
3- und 6-Liter-Zusatztaschen – kleine Taschen, großer Nutzen
Bei beiden Motorrädern kamen zusätzlich kleinere Lone Rider Taschen zum Einsatz.
Gerade auf Reisen und Offroadtouren sind die 3- und 6-Liter-Zusatztaschen für uns besonders praktisch. Dinge, die man schnell benötigt, müssen dadurch nicht im großen Gepäck verschwinden.
Werkzeug, Erste-Hilfe-Set, Kleinteile oder andere schnell benötigte Ausrüstung sind damit unmittelbar erreichbar.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail – im Reisealltag macht genau das aber einen großen Unterschied.
Lone Rider Zusatztasche an der Africa Twin. Die unterschiedlichen Taschen ergeben zusammen ein flexibel nutzbares Gepäcksystem.
Ranger Mini – genau die richtige Größe für Offroad?
Auch der Lone Rider Ranger Mini Tankrucksack war wieder mit dabei.
Gerade beim Offroadfahren gefällt uns die kompakte Größe. Der Tankrucksack nimmt nicht unnötig viel Raum ein und bietet trotzdem Platz für Dinge, die während der Fahrt schnell erreichbar sein sollen.
Bei technischen Passagen möchten wir möglichst wenig vor uns am Motorrad haben – und genau hier spielt der kleinere Ranger seine Stärke aus.
Ranger Mini im Cockpitbereich der CRF1000L. Lone Rider Ranger Mini auf der Africa Twin.
Ab in den Wald
Sobald der Asphalt hinter uns lag, begann der Teil der Tour, auf den wir uns gefreut hatten.
Der TET führte uns durch Waldpassagen, auf Schotter und über teils ausgefahrene Wege. Mit den voll beladenen Africa Twins muss man dabei immer bedenken, dass hier keine leichten Enduros unterwegs sind.
Eine CRF1000L mit Campingausrüstung und Reisegepäck bringt ordentlich Gewicht mit.
Genau das macht aber auch den Reiz aus.
Stehend fahren und das schwere Motorrad arbeiten lassen. Mit der voll beladenen Africa Twin durch den ungarischen Wald. Die CRF1000L dort, wo wir sie am liebsten bewegen.
Die Mitas-Reifen waren dabei ein wichtiger Bestandteil unseres Setups. Auf losem Untergrund braucht eine schwere Reiseenduro vor allem Vertrauen am Vorderrad und genügend Traktion am Hinterrad.
Auch die Barkbusters gehören für uns beim Offroadfahren inzwischen selbstverständlich dazu. Gerade bei Umfallern oder engeren Waldpassagen sind stabile Handschützer deutlich mehr als nur optisches Zubehör.

Kommunikation im Gelände – Cardo PACKTALK PRO und EDGE
Auf dieser Tour waren gleichzeitig das Cardo PACKTALK PRO und unser bewährtes PACKTALK EDGE im Einsatz.
Gerade bei zwei Motorrädern im Gelände ist Kommunikation enorm praktisch.
„Stopp kurz.“
„Da kommt eine schwierigere Stelle.“
„Warte oben.“
Oder manchmal einfach nur ein Kommentar darüber, was der andere gerade angestellt hat.
Beim Offroadfahren entstehen ständig Situationen, in denen man nicht erst anhalten und das Visier öffnen möchte.
Cardo Kommunikationssystem am Offroadhelm. Cardo während unseres TET-Ungarn-Trips.
Und dann lag die Africa Twin
Offroad gehört eines dazu: Irgendwann liegt das Motorrad.
Und genau das passierte auch auf dieser Tour.
Die Africa Twin landete dabei direkt auf den Lone Rider ADV Bags 45.
Natürlich ist so ein Moment zunächst ärgerlich – gleichzeitig war es für uns aber der ungeplant beste Belastungstest der gesamten Tour.
Die Africa Twin nach dem Umfaller auf dem TET Ungarn. Das Motorrad lag mit seinem Gewicht auf dem Gepäcksystem.
Nachdem die Africa Twin wieder stand, kam deshalb sofort die Kontrolle.
Das Ergebnis:
Keine Beschädigung an den ADV Bags 45.
Keine Theorie, kein künstlicher Produkttest und kein vorsichtiges Hinlegen fürs Video – sondern ein echter Umfaller mit einer voll beladenen Africa Twin im Gelände.
Warum wir Softgepäck im Gelände mögen
Der Sturz zeigte gleichzeitig einen der Gründe, warum wir Offroad gerne mit Softgepäck fahren.
Eine weiche Tasche kann nachgeben. Sie hat keine starre Außenkante wie ein Aluminiumkoffer und liegt näher am Motorrad.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Softgepäck unzerstörbar ist. Aber für unsere Art zu reisen und für Offroadtouren sehen wir darin klare Vorteile.
Zwei Tage voller Staub, Schlamm und Spaß
Natürlich ging es bei dieser Tour nicht nur darum, Produkte zu testen.
Wir wollten fahren.
Und genau dafür war der TET Ungarn perfekt.
Immer wieder wechselten schnelle Abschnitte mit engeren Waldpassagen. Die Wege waren abwechslungsreich genug, dass es mit den schweren Africa Twins nie langweilig wurde.
Und spätestens nach einigen Kilometern sahen die Motorräder auch so aus, wie Adventure Bikes unserer Meinung nach aussehen sollten.
Schmutzig, beladen und genau richtig. Zwei Africa Twins – irgendwo auf dem TET. Kurze Pause mitten im Wald.
Ein Campingspot, wie wir ihn mögen
Nach einem langen Tag auf dem Motorrad gehört für uns zu so einer Tour auch das Übernachten draußen.
Wir fanden einen wunderschönen Platz für die Nacht und bauten unser Camp auf.
Mit dabei war diesmal das Lone Rider ADVTent.
Nach dem Fahren Motorrad abstellen, Zelt aufbauen, Campingkocher auspacken und langsam zur Ruhe kommen – genau diese Momente gehören für uns genauso zu einer Motorradtour wie die Kilometer davor.
Unser Camp auf dem TET Ungarn. Africa Twin und Lone Rider ADVTent im Abendlicht.
Das Lone Rider ADVTent auf einer kurzen Offroadtour
Für eine einzelne Nacht ist ein Motorrad-Zelt natürlich mehr Ausrüstung als eine minimalistische Biwaklösung.
Für uns bietet das ADVTent aber genau die Art Komfort, die wir nach einem langen Fahrtag schätzen.
Motorradausrüstung kann geschützt verstaut werden, es gibt ausreichend Platz und trotzdem bleibt das Zelt für eine Motorradtour gut transportierbar.

Unser Fazit nach zwei Tagen TET Ungarn
Man braucht keine drei Wochen Urlaub, um ein richtig gutes Motorradabenteuer zu erleben.
Diese zwei Tage haben uns wieder gezeigt, warum wir Reiseenduros so mögen.
Zwei Honda Africa Twins, ein paar schöne Offroadpassagen, viel Dreck, ein Umfaller, ein Camp irgendwo unterwegs und jede Menge Spaß.
Und gleichzeitig konnten wir einige unserer wichtigsten Ausrüstungsteile unter Bedingungen nutzen, für die sie gedacht sind.
Besonders spannend war für uns diesmal der direkte Vergleich zwischen ADV Bags 45 und 70.
Die 70-Liter-Version bleibt für längere Motorradreisen interessant, wenn viel Gepäck mit muss. Für kurze und stärker offroadorientierte Trips hat uns das kompaktere 45-Liter-Setup aber sehr gut gefallen.
Und der ungeplante Sturz?
Der hat zumindest eine Frage beantwortet:
Die ADV Bags 45 haben den direkten Bodenkontakt mit unserer voll beladenen Africa Twin ohne Beschädigung überstanden.






